Unsere beruflichen Wege starteten an zwei unterschiedlichen Orten, aber mit einer gemeinsamen Leidenschaft: dem Theater. Beide waren wir schon viele Jahre als Schauspielerinnen in der Theaterwelt unterwegs, als wir uns 1998 kennenlernten und unsere Zusammenarbeit beim Theater Zerberus begann. Rasch entdeckten wir, wie ausgezeichnet wir uns ergänzten. Von da an schrieben, spielten und inszenierten wir mehrere Jahre zusammen. Auch nachdem sich unsere Theaterwege trennten und wir beide beruflich in andere Richtungen gingen, hatten wir in unserer individuellen Weiterentwicklung weiterhin viele Berührungspunkte. Die Anfrage eines Lehrers war der Anfang für eine neue Zusammenarbeit. Wir sollten eine Berufsklasse für das telefonische Bewerbungsgespräch fit machen. Mit gewohnter Kreativität stürzten wir uns in diese neue Aufgabe. Wir entwickelten ein Konzept und bereiteten mit einem theaterbasierten Training und den Mitteln des Forum-Theater die Schüler*innen auf telefonische Bewerbungsanfragen für Lehrstellen vor. Eine neue gemeinsame Idee war geboren und wir beschlossen unsere grossen Rucksäcke mit gesammelten Berufs- und Lebenserfahrungen zu bündeln. Seitdem arbeiten wir zusammen als Theaterpädagoginnen. Seit 2016 führen wir im K5 Basler Kurszentrum im Rahmen des Kursangebots «Neubeginn im Verkauf» Workshops durch und trainieren mit den Teilnehmer*innen die verschiedenen Phasen von Vorstellungsgesprächen.
In unserer Gesellschaft steht oft die Theorie über der Praxis, aber wenn es darum geht, dass etwas getan werden muss, kann nur eindeutiges Handeln die Dinge vorantreiben. Frei nach dem Sprichwort: "Alle Theorie ist grau!", bieten wir Räume, um Neues auszuprobieren. Die Teilnehmer*innen können in einer simulierten Welt die Wirklichkeit erforschen und haben eine Arena, wo Fehler zugelassen sind und Antworten spielerisch gesucht und erprobt werden. Die Lösung für ein Problem liefert nicht eine Definition, sondern es ist die gespielte Szene, welche die Tauglichkeit der eingebrachten Ideen aller Beteiligten realitätsnah überprüft.
Grundvoraussetzung ist zudem, dass nie jemand zu einem Spiel gedrängt wird. Das Vorspielen darf nie zum Verurteilen, sondern soll zum Verstehen führen.
Angelika Gleichmann
Egal welchen Tätigkeitsbereich ich ausübe, meine Hauptanliegen sind immer Menschen zu verstehen, zu fördern und zu stärken.
Erworbene Titel und absolvierte Ausbildungen waren hilfreiche Orientierungen für meine weitere individuelle Entwicklung, aber nie eine Endlösung betreffend meiner Berufsausübung. Meine beruflichen Stationen, ich möchte keine missen, waren sehr unterschiedlich. Mein Ziel war immer alle Erfahrungen und angeeignete Fähigkeiten und Ressourcen zu verbinden, zu bündeln und mich stets weiterzuentwickeln.
In meinem Leben hatte ich viele Interviews und war/bin immer wieder in der Situation mich selber und Projekte vorzustellen und zu verkaufen. In meinem Berufsalltag, im K5 Basler Kurszentrum, führe ich regelmässig Vorstellungsge-spräche für neue Lernende und neue Mitarbeiter*innen durch. Durch meine Arbeit als Schauspieldozentin, Schauspielerin, Regisseurin, Autorin, Coach, Theater-pädagogin, Berufsbildnerin und Abteilungsleiterin habe ich es gelernt, Menschen zu beobachten, wahrzunehmen, zu führen, zu spiegeln, zwischen den Zeilen zu lesen, zu stärken und zu begleiten.
Meine Arbeitsweise ist stets lösungsorientiert. Grundvoraussetzungen für eine Zusammenarbeit sind für mich immer Vertrauen, Wertschätzung und mit den vorhandenen Ressourcen zu arbeiten.
Ausbildungen und Tätigkeiten
Isabelle Augustin
Mein bunter Lebenslauf erzählt von meiner Neugierde, man könnte schon sagen "Begierde", auf Neues.
Die Suche nach Antworten auf die Fragen warum der Mensch tut was er tut und so ist wie er eben ist, hat mich zum Theater geführt. Als Schauspielerin konnte ich nach Lust und Laune das Innenleben meiner Figuren erkunden und nebenbei vielfältige Versionen meiner selbst ausprobieren. Rollenspiel, Improvisation, Körper- und Stimmarbeit waren mein Handwerkszeug. Später kamen die Arbeit als Off-Sprecherin für SRF und die SBB dazu. (u.a.)
Aufreibende Proben zu einem Musical bescherten mir starke Rückenschmerzen. Schon war eine nächste Abzweigung auf meinem Lebensweg in Sicht: die BodyMind Methode der Alexander Technik, die eine Art Gebrauchsanweisung für einen besseren und achtsameren Umgang mit sich selbst vermittelt. Seit der Ausbildung zum Alexander Technik Coach, arbeite ich mit Einzelpersonen und Gruppen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Theater, Spital, Volksschulen u.a.). Später folgte die Gesundheitsprävention in Unternehmen. Schwerpunkte: Umgang mit Stress, Selbstwahrnehmung und Ergonomie
Eine einjährige Weltreise mit meinem Lebenspartner, eröffnete mir unbekannte Welten. Wir arbeiteten in Auswilderungsstationen, versorgten und pflegten beschlagnahmte Wildtiere. Seither begleitet mich das Thema Tierschutz. Damals begann ich auch Menschen in der deutschen Sprache zu unterrichten. Zurück in der Schweiz gab ich meinem beruflichen Weg erneut eine Wendung. Ich absolvierte Weiterbildungen im pädagogisch- didaktischen Bereich für Jugendliche und Erwachsene mit Spezialisierung auf „Deutsch als Zweitsprache“. Workshops und Weiterbildungen für Jugendliche und Erwachsene auf den Gebieten Alexander Technik und Aussprache gehören zu meinem Repertoire.
Mein Anliegen? Wo sich eine Türe schliesst, öffnet sich eine andere. Das Rüstzeug zu vermitteln, um erfolgreich die dahinterliegenden Räume zu erobern.
Ausbildungen und Tätigkeiten